Details zu den Postkarten
Die offiziellen Kunstpostkarten des Haus der Deutschen Kunst tragen auf der Rückseite den Aufdruck „Photo-Hoffmann München“ bzw. „Verlag Heinrich Hoffmann“. Sie wurden von Hoffmann produziert und herausgegeben, die alljährliche Auswahl der Werke aber traf Karl Kolb, der Direktor des Haus der Deutschen Kunst.
Sie sind fortlaufend nummeriert. Wenn man das Nummernsystem der offiziellen HDK-Karten näher betrachtet, findet man zahlreiche Fehler und Ungereimtheiten: Eine Reihe von Nummern ist doppelt vergeben, andere fehlen (z. B. 60 bis 70). Insgesamt sind zwei Blöcke erschienen, ein erster bis zur Nummer 665, ein zweiter von 1000 bis 1056.
Ein Vergleich der jährlich erschienenen Ausstellungskataloge mit den Postkarten zeigt, daß unter den ersten 120 Nummern Werke aus den Ausstellungen von 1937 bis 1939 durcheinander erschienen sind. Erst ab 1940 sind die Nummern bis 665 weitgehend chronologisch: Ein Hinweis, daß die ersten Karten möglicherweise erst 1939 herausgegeben wurden.
Der zweite Block von 1000 bis 1056 enthält Farbversionen von Karten aus den ersten 665, auch er ist nicht chronologisch: So hat ein Werk aus der ersten Austellung von 1937 die Nummer 1042 (Peter Philippi), ein Werk von 1943 die Nummer 1024 (Sepp Hilz).
Es gibt mindestens fünf Motive von Plastiken, von denen - unter der gleichen Nummer - verschiedene Ansichten existieren, z. B. HDK 348 oder HDK 350.
Vermutlich von 1941 bis 1943 wurden einzelne Auflagen von schwarzweißen Fotokarten nicht nur im Stammverlag in München produziert, sondern auch in Straßburg. Sie sind auf der Rückseite entsprechend gekennzeichnet. Die Straßburger Karten fallen auf durch gröberes Papier, vor allem aber durch härtere Kontraste und geringere Zeichnung in den Details. Vermutlich wurden sie nicht mit den Originalnegativen produziert, sondern durch Reproduktion bereits vorhandener Karten.
Es gibt unter dem Absender „Haus der Deutschen Kunst“ von Heinrich Hoffmann noch mindestens eine weitere, weniger umfangreiche Serie: Die K-Serie, die überwiegend Innenaufnahmen der Räume zeigt.
Neben Hoffmann haben noch mindestens drei weitere Kunstverlage Reproduktionen der im HDK gezeigten Werke veröffentlicht: Emil Köhn und Max Hirmer in München und Karl Friedrich Winter in Kassel.



